Archiv für den Autor: Splagge

Auf zu neuen Ufern in 2015!

Das Jahr ist noch jung. Ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Wochen und habe mir schon mal mit dem richtigen Tee eingedeckt. Wer noch etwas braucht, gern bei mir melden!

Glück-und-positve-Energie

2015 wird im Zeichen des Aufbruchs stehen. Es gibt so viel zu entdecken, ich habe Lust zu neuen Projekten, ein paar Ideen werde ich hoffentlich bald umsetzen können. In diesem Jahr werde ich ausprobieren, wie Co-Working für mich funktioniert und begeistere mich sehr für nettes Netzwerken! Wir sehen und lesen uns – allen ein frohes neues Jahr!

"Nettwerken" bei den Mompreneurs

“Nettwerken” bei den Mompreneurs

Nachgefragt: Familie und Beruf

140 Zeichen zeigen, dass Vereinbarkeit noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Interessant: zuerst haben nur von Frauen auf meine Twitterfrage geantwortet:

Es gibt nun doch Männer, die sich zu Wort melden…

Schreiben über Hirnhautentzündung

Ich war drei Jahre alt, als ich an einer Meningitis erkrankte. Über vierzig Jahre später habe ich über diese Krankheit geschrieben. Die australische Fotografin Anne Geddes zeigte eine Ausstellung in Hamburg über Kinder, die eine schwere Form der Meningokokken-Hirnhautentzündung überstanden hatten.

drei

An meinem dritten Geburtstag ahnte ich noch nicht, dass ich ein paar Monate später schwer erkranken würde. Ich hatte Glück, meine Mutter war Krankenschwester und erkannte die Zeichen der Krankheit und fuhr mich in die Klinik. Ich war fast vier Wochen im Krankenhaus. Die ersten Tage isoliert. Das bedeute 1973, dass ich ganz allein sein musste, meine Eltern durften mich nur durch ein Fenster sehen. Das ist tatsächlich meine erste bewusste Erinnerung: ein weißer Bettbezug, ein riesiges Bett, weiße Wände und meine Eltern, die mir durch ein Fenster zu winken. Ich fühle mich klein und ängstlich. Warum bin ich so allein?

Nach vier Wochen war ich wieder zuhause. Gesund. Der heute 8jährige Elias, den ich auf der Ausstellung von Anne Geddes mit seiner Familie kennenlernen durfte, hatte nicht so viel Glück. Mich haben diese wunderschönen Bilder von Anne Geddes beeindruckt. Auch, weil ich eines dieser Kinder hätte sein können. Weil ich Jahre später noch mal der Krankheit in meinem engsten Umfeld begegnen musste und weiß wie schrecklich schnell sie verlaufen kann.

Fotografin Anne Geddes mit Elias und seiner Familie - und mir am Bildrand © Novartis / Ketchum Pleon GmbH

Fotografin Anne Geddes mit Elias und seiner Familie – und mir am Bildrand © Novartis / Ketchum Pleon GmbH

Für das Online-Magazin liliput-lounge habe ich über die Fotoprojekt von Anne Geddes geschrieben. Für mich stellte sich bei der Recherche ein Problem: wie sollte ich einerseits über die Krankheit informieren, anderseits aber auch von Anne Geddes und den Kindern, die bei ihrem Projekt mitgewirkt haben, berichten? Ich habe ein langes Interview mit der Fotografin geführt. Habe von ihr nicht nur viel über ihre jungen Helden, sondern auch viel über ihr authentisches Engagement erfahren. Welches ist ihre Lieblingsblende, habe ich sie gefragt. Sie hat herzhaft gelacht. Sie nutze immer die Blende, die gerade passend sei, sagte sie. Ihre Bilder sind wirklich komponiert und das hat mich beeindruckt. Sie zeigte mir die vielen Symbole, Wasserzeichen, winzige Details.

Aber mein Auftrag war kein Portrait von Anne Geddes. Ich hatte schon einmal über sie geschrieben – allerdings “kalt”, ich konnte mich ihr zunächst nur aus anderen Interviews und ihren Büchern nähern. Ich habe letztlich nicht über meine persönlichen Erfahrungen mit der Hirnhautentzündung geschrieben – ich entschied mich in Rücksprache mit der Redaktion für zwei Artikel. Einen eher sehr sachlichen und einen Artikel, der dann am Weltmeningitis-Tag am 24. April erschien und von den Portraits der Kinder erzählt. Irgendwie ahne ich, dass ich irgendwann wieder über dieses Thema schreiben werde…

Artikel “Mutige Überlebende – Kinder mit Meningokokken-Erkrankungen im Portrait von Anne Geddes” im Eltern-Magazin liliput-lounge

Artikel “Meningokokken und Meningitis – wichtige Informationen für Eltern” im Eltern-Magazin liliput-lounge

 

The making of….

Es gibt so viele Dinge, die mich bewegen. Ich habe das große Glück, dass ich vieles einfach zu Artikeln verarbeiten kann. Ja, ich gestehe, oft sind es tatsächlich Gespräche auf dem Spielplatz, ein Gespräch mit einer lieben Freundin oder aber auch einfach ein Artikel, den ich irgendwo lese, der mich neugierig macht.

Im Vorübergehen eine Geschichte sehen...

Im Vorübergehen eine Geschichte sehen…

“Wie machst du das mit den Artikeln?” wurde ich vor kurzem gefragt. Tja. Das ist sehr schwierig zu beschreiben. Einige entstehen aus Ideen. Die notiere ich mir. Und schlage sie dann den Redaktionen vor. Andere entstehen in Zusammenarbeit mit den Redaktionen. Manchmal ist es auch so, dass ich mit einem Experten oder einem anderen Interviewpartner spreche und während des Gesprächs finden wir gemeinsam noch viele Aspekte, die auch erzählt werden möchten. Dann fühle ich mich ein wenig wie in dem Buch von Michael Ende. Erinnert sich noch jemand an die “unendliche Geschichte?” Der Satz: “Aber das ist eine andere Geschichte” gefiel mir immer besonders.

Was sollte hier in diesem Blog zu lesen sein? Diese Frage habe ich auf meiner Facebook-Seite gestellt. Und eine Antwort war: “Mehr darüber, was dich beim Schreiben bewegt.” Hui. Idealerweise soll ja jeder Artikel (und auch alles andere, was ich schreibe) für sich stehen. Aber gut. Ich werde das probieren…